Die Wahl der richtigen Digital Asset Management (DAM)-Plattform war noch nie so wichtig und so komplex. KI ist aus modernen Workflows nicht mehr wegzudenken. Marken müssen deshalb neu definieren, wie sie Content-Erlebnisse künftig erstellen, verwalten und skalieren.
Tatsächlich benötigen Marketing-, Brand- und Kreativteams heute ein System, das mehr kann als Daten zu speichern. Es muss auch die Inhaltserstellung, Zusammenarbeit, Governance und Ausspielung über alle Kanäle hinweg aktiv unterstützen.
Wenn Sie momentan verschiedene DAM-Lösungen evaluieren, um Ihr Asset-Management zu optimieren, dann stehen Anbieter wie Bynder und Canto vermutlich bereits auf Ihrer Liste.
In diesem Beitrag vergleichen wir Bynder und Canto und helfen Ihnen dabei, die optimale Lösung für Ihr Unternehmen zu finden.
Canto vs. Bynder: Die wichtigsten Unterschiede
Bynder gilt als führendes Enterprise DAM und wird von mehr als 4.300 globalen Marken genutzt. Analysten wie Gartner, Forrester und IDC zeichnen Bynder regelmäßig als Leader aus.
Das Unternehmen investiert jedes Jahr 30 Millionen US-Dollar in die interne Entwicklung neuer Innovationen, um seine Kunden optimal auf die Anforderungen verschiedener Märkte vorzubereiten. Noch dazu nimmt Bynder eine Vorreiterrolle im Bereich KI-gestütztes Content Management ein und liefert wertvolle Funktionen wie intelligente Metadatenanreicherung, leistungsstarke Suche sowie Governance-Agenten, die Markenkonsistenz auch im großen Maßstab sicherstellen.
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Canto wird im Vergleich dazu häufig wegen der geringen Einstiegskosten und des überschaubaren Funktionsumfangs gewählt. Für kleinere Unternehmen mit einfachen Anforderungen kann die Lösung ausreichend sein, stößt jedoch oft an Grenzen, sobald Skalierbarkeit und Integrationen wichtiger werden.
Außerdem setzt Canto stark auf Übernahmen wie MerlinOne und ImageRelay, statt Innovationen konsequent intern zu entwickeln. Auch wenn die jüngste Ankündigung von Canto XI auf den ersten Blick wie ein großer Innovationsschritt wirkt, holen die neuen Funktionen letztlich vor allem das nach, was ein Marktführer wie Bynder bereits heute bietet.
In diesen Punkten unterscheiden sich Canto und Bynder
- Skalierbarkeit: Bynder ist auf globale Anforderungen für große Unternehmen ausgelegt, während Canto vor allem für kleinere Anwendungsfälle geeignet ist.
- KI-Funktionen: Bynder entwickelt und integriert moderne KI-Funktionen kontinuierlich selbst. Canto bezieht seine KI-Fähigkeiten überwiegend aus Übernahmen.
- Integrationen: Bynder bietet mehr als 140 sofort einsatzbereite Integrationen und verfolgt einen API-first-Ansatz. Canto verfügt über eine deutlich kleinere Integrationsbibliothek.
- Support und Onboarding: Bynder unterstützt seine Kunden mit strategischem Onboarding und globalem 24/7-Support. Canto bietet einen vergleichsweise eingeschränkten Serviceumfang.
- Sicherheit: Bynder ist mehrfach ISO-zertifiziert. Zudem bewertet die unabhängige Plattform SecurityScorecard Bynder deutlich besser als Canto.
Canto vs. Bynder: Ein Vergleich der einzelnen Funktionen
Implementierung & Benutzererlebnis
Bynder kann sehr schnell eingeführt werden. Dafür sorgen ein Customer-Success- und Onboarding-Team mit mehr als 125 Mitarbeitenden, ein strategisches Onboarding-Verfahren sowie eine intuitive Benutzeroberfläche, die die Akzeptanz im Team fördert.
Tatsächlich nennen Bynder-Kunden oft die „übersichtliche Benutzeroberfläche“ des DAM als Hauptgrund dafür, dass sie problemlos Hunderte oder sogar Tausende von Nutzern einbinden können.
Bewertungen von Canto auf Plattformen wie G2 und TrustRadius heben im Vergleich dazu häufig eine langsame Performance und eine umständliche Benutzeroberfläche als zentrale Schwachpunkte hervor.
KI-Funktionen
Bynder investiert gezielt in KI-Innovationen, damit Unternehmen ihren Markt schneller erobern können, sei es im Bereich Verbrauchermarken, Finanzen oder Automobilindustrie.
Zu den aktuellen KI-Funktionen von Bynder zählen:
- Generative KI, um die Inhaltserstellung effizient zu skalieren
- KI-gestütztes Tagging und Duplikaterkennung
- KI-Suchfunktionen, darunter Text Search, Natural Language Search, Image Search und Facial Recognition
- KI-gestützte Übersetzung und Lokalisierung, um Content schneller zu erstellen und global auszuspielen
Gleichzeitig ermöglichen Bynders fortschrittliche AI Agents eine gezielte, personalisierte und schnelle Verteilung von Inhalten – für mehr Engangement, betriebliche Effizienz und Markenkonsistenz.
Diese AI Agents stehen zur Verfügung:
Enrichment Agent: Erkennt visuelle und inhaltliche Zusammenhänge, um automatisch präzise Metadaten, Tags und Titel zu erstellen. So bleiben Assets einheitlich und markenspezifisch.
Transformation Agent: Passt Assets mit generativer KI an verschiedene Kanäle oder Regionen an, indem er sie lokalisiert, skaliert oder das Format ändert. Das verkürzt die Time-to-Market deutlich.
Governance Agent: Durchsucht das Web nach veralteten und nicht marken- oder regelkonformen Assets, um Markenkonsistenz, Compliance und digitale Nutzungsrechte einzuhalten.
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Canto bietet ebenfalls mehrere KI-Funktionen, wie automatisches Tagging, Gesichtserkennung und visuelle KI-Suche. Viele Nutzer berichten jedoch öffentlich, dass sie einen Teil der Tags im Nachhinein manuell korrigieren müssen. Zudem sollte die Übernahme von MerlinOne die KI-Fähigkeiten des Anbieters stärken, aber die entsprechenden Tools scheinen sich nicht nahtlos in die Kernplattform zu integrieren.
Asset-Organisation und Suche
Das Bynder-DAM bietet eine skalierbare Taxonomie, flexible Metadaten und eine KI-gestützte Suche. So finden Teams genau die Dateien, die sie benötigen – schnell und ohne Umwege.
Das DAM von Canto setzt dagegen vor allem auf eine ordnerbasierte Struktur mit einfachen Berechtigungen sowie grundlegenden Funktionen für Tagging und Suche.
Integrationen und Zusammensetzbarkeit
Die API-first-Architektur von Bynder lässt sich nahtlos mit mehr als 145 gängigen Integrationen für Marketing, CMS, CRM, Kreativtools und PIM verbinden.
Dank der modularen Architektur müssen Unternehmen ihre Plattform nicht neu aufsetzen, um die benötigten Integrationen anzubinden. Das ist ein entscheidender Vorteil für Organisationen, die ihre Content-Prozesse skalieren möchten.
Canto bietet seinen Nutzern rund 40 Integrationen, greift aber zusätzlich auf zuvor übernommene Software wie MerlinOne und Image Relay zurück, um den Funktionsumfang zu erweitern.
Onboarding und Support
Bynder stellt seinen Kunden spezielle Onboarding-Teams zur Verfügung, berät zu Best Practices und bietet einen mehrsprachigen Support, der 24/7 erreichbar ist. Damit ist Bynder nicht nur ein DAM-Anbieter, sondern ein Partner, der eng mit seinen Kunden zusammenarbeitet, um Geschäftsziele effizient zu erreichen.
Canto bietet im Vergleich dazu einen eingeschränkten Support und richtet sich weniger an Teams, die ihre Content- und DAM-Prozesse gezielt ausbauen möchten.
Content Operations und Delivery
Bynder bietet folgende Lösungen, um Marken bei der Content-Erstellung und -Verteilung in großem Umfang zu unterstützen:
Studio: Ermöglicht es allen Teammitgliedern, konsistent markenkonforme Visuals, GIFs oder Videos zu erstellen.
Content Workflow: KI-gestütztes Content-Management, das den gesamten Produktionsprozess von der Idee bis zur Veröffentlichung begleitet.
Content Experience (CX): Mit CX for User Community und CX Omnichannel lassen sich Inhalte schnell finden, teilen, optimieren und über verschiedene Kanäle ausspielen.
Canto bietet zwar grundlegende Kollaborationsfunktionen wie Kommentare und Versionskontrolle, ist jedoch nicht für komplexere Content Operations ausgelegt. Dadurch bietet es eventuell keinen nennenswerten Mehrwert für mittelständische und größere Unternehmen.
Zudem wirken Funktionen wie „Brand Studio“ auf den ersten Blick neu und innovativ, basieren jedoch im Kern auf bestehenden Features wie den Brand Templates, die lediglich neu benannt wurden.
Sicherheit und Compliance
Bynder bietet Sicherheit auf Enterprise-Niveau, unter anderem durch:
- ISO-Zertifizierungen nach 27001, 27018 und 22301
- SOC 2 Compliance
- Einhaltung von DSGVO, HIPAA und CCPA
- 94 von 100 Punkten im SecurityScorecard-Rating
- Moderne Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung, rollenbasierte Zugriffsrechte und AWS-Hosting
Canto hingegen bietet lediglich grundlegende Sicherheitsfunktionen, verfügt über weniger Zertifizierungen und erreicht im SecurityScorecard nur 68 von 100 Punkten.
So finden Sie die richtige DAM-Lösung für Ihr Unternehmen
Es gibt mehrere Kriterien, die Sie beim Vergleich verschiedener DAM-Lösungen beachten sollten. Hier sind die wichtigsten im Überblick:
- Skalierbarkeit: Kann die DAM-Plattform mit Ihren Teams mitwachsen und globale Anforderungen unterstützen?
- KI-Funktionen: Bietet die Lösung moderne, KI-gestützte Funktionen, die die Effizienz steigern und den manuellen Aufwand im Alltag reduzieren?
- Integrationen: Lässt sich das DAM nahtlos in Ihren bestehenden Tech-Stack integrieren, ohne zusätzlichen technischen Aufwand oder Alternativlösungen?
- Governance: Können Berechtigungen und Compliance einfach über verschiedene Marken, Abteilungen und Regionen hinweg gesteuert werden?
- User Experience: Lässt sich das DAM leicht im Unternehmen einführen und unterstützt es die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Teams und Abteilungen aktiv?
- Sicherheit: Sind Ihre Assets durch Sicherheitsstandards auf Enterprise-Niveau zuverlässig geschützt?
Die Antworten auf diese Fragen geben Ihnen wichtige Hinweise darauf, welches DAM am besten zu Ihrem Unternehmen passt.
Bynder erfüllt alle Anforderungen
Auch wenn Canto auf den ersten Blick mit geringeren Einstiegskosten überzeugt, relativiert sich dieser Vorteil oft schnell. Sobald Teams wachsen, Prozesse langsamer werden und mehr manuelle Arbeit anfällt, steigen Zeitaufwand und Komplexität. Viele Unternehmen sehen sich dann bereits nach wenigen Jahren gezwungen, erneut nach einer passenden DAM-Lösung zu suchen.
Bynder hingegen wird von Tausenden internationaler Marken eingesetzt, weil die Plattform zuverlässig mitwächst, sich nahtlos integrieren lässt und leistungsstarke KI-Funktionen bietet. Ergänzt wird das Angebot durch hohe Sicherheitsstandards und eine klare Governance.
Kontinuierliche Investitionen in Innovationen sowie strategisches Onboarding und persönlicher Support schaffen eine enge Zusammenarbeit. So erhalten Kunden genau die Unterstützung, die sie benötigen, um nachhaltig zu wachsen.
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