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Brand Guidelines: Definition, Erstellung & praktische Beispiele

Autor: Ashley Musselman

Brand Guidelines (oder auch Markenrichtlinien) sind ein Dokument mit Regeln, die festlegen, wie eine Marke über alle Kanäle, Teams und Kontaktpunkte hinweg aussieht, klingt und auftritt. Sie definieren nahezu alle Aspekte des Markenauftritts, zum Beispiel den Einsatz von Logos, Farben, Typografie und Tonalität. So können Unternehmen alle Markeninhalte standardisieren.

Ohne diese Regeln treffen Teams individuelle Entscheidungen, die mit der Zeit zu Abweichungen führen, die Markenkonsistenz schwächen, den Wiedererkennungswert verringern und den Markenwert beeinträchtigen.

Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie effektive Brand Guidelines für Ihr Unternehmen erstellen und langfristig pflegen können.

Die wichtisten Erkentnisse

  • Brand Guidelines legen fest, wie die visuelle Identität, Sprache und Kommunikation eines Unternehmens über alle Kanäle, Teams und Inhalte hinweg einheitlich eingesetzt werden.
  • Eine konsistente Markenführung schafft Vertrauen, stärkt den Wiedererkennungswert und hilft sowohl Mitarbeitern als auch KI-Systemen dabei, Ihre Marke richtig zu verstehen und passende Inhalte bereitzustellen.
  • Moderne Brand Guidelines müssen auch Vorgaben für KI-generierte Inhalte enthalten, damit die Ergebnisse präzise sowie marken- und regelkonform bleiben.
  • Zu den Kernelementen gehören unter anderem Mission und Vision, Logo, Farbpalette, Typografie, Sprache, Tonalität, Bildsprache und KI-Richtlinien.
  • Dynamische Brand Guidelines werden in Echtzeit aktualisiert und stellen sicher, dass alle Teams jederzeit mit der aktuellsten freigegebenen Version arbeiten.

Was sind Brand Guidelines?

Brand Guidelines sind klar definierte Regeln, die festlegen, wie eine Marke über alle Plattformen, Kanäle und Inhalte hinweg dargestellt wird. Sie umfassen die visuelle Identität (Logo, Farben, Typografie, Bildsprache) sowie die verbale Identität (Sprache, Tonalität, Botschaften und Schreibweisen). Moderne Brand Guidelines enthalten außerdem Vorgaben für KI-generierte Inhalte, Barrierefreiheit und Governance-Prozesse.

Sie sind eine Art Betriebshandbuch für Ihre Marke. Dabei beschreiben sie nicht nur, wie eine Marke aussieht, sondern bieten auch einen praktischen Rahmen, der Designern, Marketingteams, Partnern und KI-Tools den nötigen Kontext gibt, um die Markenidentität korrekt umzusetzen.

Heute bilden gut strukturierte Brand Guidelines zudem die Grundlage für eine automatisierte Brand Compliance. Je präziser die Markenregeln dokumentiert sind, desto besser können KI-Systeme sie verstehen, anwenden und im großen Maßstab durchsetzen.

Brand Guidelines vs. Styleguide: Was ist der Unterschied?

Die beiden Begriffe werden fälschlicherweise oft synonym verwendet. Es gibt allerdings einige Unterschiede in Umfang und Zweck.

Brand Guidelines decken das gesamte Markensystem ab: visuelle Identität, verbale Identität, Werte, Positionierung, Anwendungsregeln für verschiedene Kontexte (Social Media, Werbung, Verpackungen, Events, KI-Tools) sowie Governance-Vorgaben. Ihre Markenrichtlinien geben Sie beispielsweise an eine neue Agentur weiter, nutzen sie zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter oder stellen sie globalen Partnern für den Markteintritt zur Verfügung.

Ein Styleguide hingegen ist enger gefasst. Er konzentriert sich auf die schriftliche Kommunikation: Grammatikregeln, Zeichensetzung, bevorzugte Begriffe und redaktionelle Formatierungen. Viele Unternehmen integrieren ihren Styleguide als eigenständiges Kapitel in umfassendere Brand Guidelines. Andere führen ihn separat, insbesondere wenn Redaktions-, Produkt- und Rechtsabteilungen unterschiedliche Anforderungen an die Sprache haben.

Ein Brand Manual oder Brand Book ist eine ältere Bezeichnung für das, was heute meist als Brand Guidelines bezeichnet wird. Der Begriff wird vor allem in traditionelleren Branchen noch verwendet. Der Inhalt ist derselbe, nur die Bezeichnung ist anders.

Ein Designsystem geht noch einen Schritt weiter. Hierbei handelt es sich um ein vielfältiges Toolkit für Produkt- und Entwicklungsteams. Es umfasst unter anderem Code-Komponenten, Interaktionsmuster, Barrierefreiheitsstandards und Design-Tokens. Brand Guidelines bilden die Grundlage für ein Designsystem, sind aber nicht dasselbe. Ihre Brand Guidelines legen beispielsweise fest, dass Ihr Primärblau #19335C ist. Das Designsystem zeigt einem Entwickler, wie diese Farbe in einer Button-Komponente umgesetzt wird.

Unsere Empfehlung: Beginnen Sie mit den Brand Guidelines. Wenn Sie digitale Produkte in großem Maßstab entwickeln, werden Sie später wahrscheinlich auch ein Designsystem benötigen, das auf Ihren Markenrichtlinien aufbaut.

Was sollten Brand Guidelines beinhalten?

Die meisten Brand Guidelines beinhalten grundlegende Informationen wie Logos, Farben und Schriftarten. Wirklich effektive Markenrichtlinien enthalten allerdings wesentlich mehr und sollten folgende Bereiche abdecken:

  • Unternehmensinformationen: Markengeschichte, Mission, Werte und Vision. Sie bilden die Grundlage für alle anderen Richtlinien.
  • Logo-Design und Verwendung: Freigegebene Varianten, Mindestgrößen, Schutzräume sowie klare Vorgaben dazu, was erlaubt ist und was nicht. Das Logo sollte auch in Schwarz-Weiß eindeutig erkennbar bleiben.
  • Farbpalette: Primär-, Sekundär- und Akzentfarben inklusive RGB-, HEX- und CMYK-Werten. Eine Studie von Reboot (2023) zeigt, dass die konsequente Verwendung einer charakteristischen Markenfarbe den Wiedererkennungswert um bis zu 80 % steigern kann.
  • Typografie: Schriftfamilien, Schriftschnitte, Größen und Hierarchien für Überschriften, Fließtext und Bildunterschriften – digital und gedruckt.
  • Bildsprache: Vorgaben für Fotografie, Illustrationen, Icons und Bildkompositionen inklusive Beispielen für passende und unpassende Anwendungen.
  • Sprache und Tonalität: die Sprache und der Schreibstil, die die Persönlichkeit der Marke widerspiegeln. Definieren Sie eine konsistente Markenstimme und zeigen Sie, wie sich die Tonalität je nach Kontext anpasst – mit Beispielen für markenkonforme und nicht markenkonforme Formulierungen.
  • Visitenkarten und Briefpapier: Vorlagen, die die Markenidentität in der täglichen Kommunikation fortführen.
  • Digitale Anwendungen und Produktnutzung: Vorgaben für UI/UX, Social-Media-Vorlagen sowie Standards für Video- und Motion-Content.
  • Standards für Barrierefreiheit und Inklusion: Vorgaben zu Farbkontrasten, Lesbarkeit und inklusiver Sprache.
  • Richtlinien für die Nutzung von KI: Regeln für den Einsatz generativer Tools zur Erstellung markenkonformer Inhalte, einschließlich Guardrails, Review-Prozessen und Standards für die menschliche Prüfung von KI-generierten Ergebnissen.

Effektive Brand Guidelines sind präzise, digital zugänglich und so gestaltet, dass sie von jedem einfach und korrekt angewendet werden können. Das bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Brand Governance.

Brands that use a signature color can increase recognition by 80%

Quelle: Reboot

Wie erstellt man Brand Guidelines?

Brand Guidelines zu erstellen, die tatsächlich genutzt werden, erfordert mehr als eine einfache Checkliste. Sie müssen leicht zugänglich, klar verständlich und so strukturiert sein, dass die richtige Entscheidung zugleich die einfachste ist.

1. Definieren Sie die Markenidentität

Beginnen Sie mit den Grundlagen. Definieren Sie die Mission, Vision, Werte, Persönlichkeit, Sprache und Zielgruppe Ihrer Marke. Dieser Abschnitt bildet die Grundlage für alle zukünftigen visuellen und sprachlichen Vorgaben. Jede weitere Entscheidung in Ihren Brand Guidelines sollte darauf aufbauen.

2. Integrieren Sie Ihr Markenlogo

Dokumentieren Sie Ihr Logo in allen freigegebenen Varianten, beispielsweise als vollständige Version, als Symbol oder in einer invertierten Ausführung. Definieren Sie Mindestgrößen, Schutzräume und klare Regeln. Prüfen Sie außerdem, ob das Logo auch in Schwarz-Weiß eindeutig erkennbar bleibt. Ist das nicht der Fall, sollte das Design überarbeitet werden.

3. Legen Sie die Farbpalette Ihrer Marke fest

Definieren Sie Primär-, Sekundär- und Akzentfarben, die zur Persönlichkeit Ihrer Marke passen. Geben Sie für jede Farbe die RGB-, HEX- und CMYK-Werte an und legen Sie fest, wie sie in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden dürfen (Digital vs. Print, Hell- vs. Dunkelmodus). Laut Reboot (2023) kann der konsequente Einsatz einer charakteristischen Markenfarbe den Wiedererkennungswert um bis zu 80 % steigern. Damit gehört die Farbpalette zu den wichtigsten Bestandteilen Ihrer Brand Guidelines.

4. Definieren Sie Ihre Typografie

Legen Sie Schriftfamilien, Schriftschnitte, Größen und Hierarchien für Überschriften, Fließtext, Bildunterschriften und weitere Anwendungsbereiche fest. Definieren Sie außerdem, welche Schriftkombinationen zulässig sind und welche nicht. Je klarer Sie diese Vorgaben formulieren, desto einheitlicher werden Inhalte über verschiedene Teams und Kanäle hinweg umgesetzt.

5. Definieren Sie Sprache und Ton Ihrer Marke

Die Sprache Ihrer Marke bleibt konsistent, der Ton passt sich dem jeweiligen Kontext an. Eine Marke, die normalerweise klar und direkt kommuniziert, kann in einem rechtlichen Dokument formell auftreten und in einem Social-Media-Beitrag nahbar und gesprächig wirken. Beschreiben Sie beides und ergänzen Sie konkrete Beispiele. Teams lediglich vorzugeben, „professionell“ zu schreiben, reicht nicht aus. Zeigen Sie stattdessen, wie professionelle Kommunikation in unterschiedlichen Kontexten aussieht.

6. Legen Sie Richtlinien für die Bildsprache fest

Definieren Sie Vorgaben für Fotografie, Illustrationen und Icons, einschließlich Stil, Tonalität, Farbgestaltung und Bildkomposition. Ergänzen Sie Beispiele für zulässige und unzulässige Anwendungen. Oft ist ein gut gewähltes Negativbeispiel aussagekräftiger als zahlreiche Positivbeispiele.

7. Legen Sie Anwendungsrichtlinien fest

Definieren Sie klar, welche Marken-Assets ohne zusätzliche Freigabe verwendet werden dürfen und in welchen Kontexten. Berücksichtigen Sie dabei Print, Social Media, digitale Kanäle, Werbung und Verpackungen. Ziel ist es, Unsicherheiten zu vermeiden, statt für jedes einzelne Asset einen aufwendigen Freigabeprozess zu schaffen.

8. Definieren Sie Richtlinien für den Einsatz von KI

KI-Richtlinien geben vor, wie generative Tools eingesetzt werden dürfen, um markengerechte Inhalte zu erstellen. Dazu gehören freigegebene Prompt-Strukturen, Vorgaben zur Tonalität, Regeln für die visuelle Gestaltung sowie klare Grenzen dafür, welche Inhalte KI erstellen darf und welche nicht. Legen Sie außerdem Standards für Genauigkeit, Compliance und die menschliche Prüfung von KI-generierten Inhalten fest. So können Teams Content Experiences skalieren, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen.

Laut State of DAM Report 2026 geben 97 % der Marken an, dass KI ihre Content Operations bereits beeinflusst. Daher ist dieser Abschnitt mittlerweile unverzichtbar. Er gehört neben Logo und Farbpalette zu den zentralen Bestandteilen moderner Brand Guidelines.

9. Aktualisieren und entwickeln Sie Ihre Brand Guidelines weiter

Brand Guidelines sind ein Dokument, das sich ständig verändert. Planen Sie regelmäßige Überprüfungen ein - mindestens einmal pro Jahr und bei dynamischen Marken idealerweise vierteljährlich. Nach einem Marken-Refresh, der Einführung neuer Kanäle oder wesentlichen Änderungen an der Markenkommunikation sollten die Richtlinien entsprechend angepasst werden. Fügen Sie bei jeder Aktualisierung eine Versionsnummer und ein Datum hinzu, damit Teams jederzeit erkennen können, welche Version aktuell ist.

Welche Vorteile haben Brand Guidelines?

Brand Guidelines eignen sich nicht nur für die Ästhetik einer Marke. Sie sorgen auch für operative Effizienz und geschäftlichen Erfolg. Hier erfahren Sie, welche Vorteile Unternehmen erzielen, wenn ihre Brand Guidelines klar definiert, aktuell gehalten und tatsächlich genutzt werden.

Einheitliche Inhalte auf allen Kanälen

Kunden erleben eine Marke nicht linear. Sie entdecken sie über eine Suche, sehen eine bezahlte Anzeige, erhalten eine E-Mail, besuchen eine Produktseite oder betreten einen Laden, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Wenn sich Bildsprache, Tonalität oder Botschaften zwischen diesen Kontaktpunkten unterscheiden, leidet das Vertrauen in die Marke.

Anders sieht es aus, wenn Design, Marketing, Vertrieb, Rechtsabteilung und externe Agenturen auf dieselbe zentrale Quelle zugreifen. Das reduziert Unstimmigkeiten und beschleunigt die Content-Produktion.

2026 sind einheitliche Inhalte auch für die KI-gestützte Suche relevant. Suchmaschinen und KI-Plattformen bilden sich durch wiederkehrende und einheitliche Signale ein Bild von Ihrer Marke. Je klarer diese Signale sind, desto zuverlässiger kann Ihre Marke erkannt, ausgespielt und empfohlen werden.

Stärkerer Wiedererkennungswert der Marke

Einheitliche visuelle Elemente und Botschaften stärken über kurz oder lang die Markenerkennung. Farben werden zu vertrauten Erkennungsmerkmalen, Typografie zu einem wiedererkennbaren Muster und der Tonfall zu etwas, das Kunden mit Vertrauen verbinden. Der Aufbau einer solchen Markenwahrnehmung dauert Jahre und kann durch uneinheitliche Inhalte überraschend schnell geschwächt werden.

Auch hier lohnt sich eine starke Markenpräsenz für die KI - je einheitlicher und klarer der Auftritt, desto eher wird Ihre Marke in KI-generierten Antworten vorgeschlagen.

Betriebliche Effizienz

Ohne klare Richtlinien verlieren Teams wertvolle Zeit. Sie erstellen bereits vorhandene Assets erneut, diskutieren wiederholt über Designentscheidungen und korrigieren Inkonsistenzen erst im Nachhinein. Brand Guidelines schaffen hier einen einheitlichen Rahmen und reduzieren unnötige Abstimmungen.

In Kombination mit einer DAM-Plattform werden diese Richtlinien direkt in den Workflow integriert. Teams finden freigegebene Assets schneller, arbeiten nach einheitlichen Standards und können effizienter agieren, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Das Resultat: weniger Korrekturschleifen, kürzere Briefings und eine schnellere Markteinführung.

Risikominderung

Brand Guidelines schützen den Markenwert, indem sie klare Regeln für die Nutzung von Assets definieren. Zu den häufigsten Risiken zählen heute markenfremde KI-generierte Inhalte, die erneute Verwendung veralteter Assets sowie Compliance-Verstöße in regulierten Branchen. Klare Richtlinien schaffen hier Sicherheit und dienen als verlässliche Orientierung. In Verbindung mit einem DAM-System wird Content Governance proaktiv statt reaktiv: Fehler können erkannt und verhindert werden, bevor die Inhalte veröffentlicht werden.

Statische vs. dynamische Brand Guidelines

Statische Brand Guidelines, meist in Form von PDFs, waren jahrzehntelang der Standard. Sie sind zwar schnell erstellt, veralten jedoch ebenso schnell, geraten in Vergessenheit und werden von vielen Teams kaum genutzt.

Dynamische Brand Guidelines sind online verfügbar und werden zentral gepflegt. Eine Aktualisierung reicht aus, damit alle Teams und auch externe Agenturen sofort mit der neuesten Version arbeiten. So gibt es keine Verwirrung durch unterschiedliche Versionen oder veraltete Dateien in E-Mail-Verläufen. Assets können direkt eingebunden werden und Teams sehen nicht nur die korrekte Anwendung eines Logos, sondern können die freigegebenen Dateien auch direkt am selben Ort herunterladen.

Dieser Wandel gehört zu den praktischsten Verbesserungen für erfolgreiche Brand-Teams. Aus einem statischen Dokument, das theoretisch existiert, wird ein praktisches Werkzeug, das im Arbeitsalltag tatsächlich genutzt wird.

Beispiele für Brand Guidelines

Der Umfang und das Format der Brand Guidelines können stark variieren. Hier sind zwei Praxisbeispiele von Unternehmen, die ihre Richtlinien mit Bynder erstellt haben, sowie die eigenen Brand Guidelines von Bynder.

Bynders Brand Guidelines umfassen Designvorgaben, Logonutzung, Typografie, Farben, Layout und Animationen. Sie können hier eingesehen werden.

Kritz: Die Marke für salzige Snacks nutzt Bynder, um Brand Guidelines zu erstellen und zu verteilen. Sie enthalten unter anderem verschiedene Logo-Varianten, freigegebene Markenfarben, Vorgaben für Bildgrößen und -proportionen sowie Regeln für Kampagnenbilder. Alle Teams greifen unabhängig vom Standort auf dieselbe zentrale Quelle zu. Das Ergebnis: Marketingmaterialien wirken konsistent und markentypisch, egal ob es sich um einen Social-Media-Beitrag oder eine Verpackung im Laden handelt.

Vachetta: Die Luxus-Schmuckmarke nutzt Bynder, um dynamische Brand Guidelines zu verwalten, die unter anderem den Fotostil (stimmungsvolle Beleuchtung, extreme Nahaufnahmen, Fokus auf Handwerkskunst), die Typografie-Hierarchie und rollenbasierte Zugriffsrechte für Assets abdecken. Teams arbeiten jederzeit mit der aktuellen Version. Keine veralteten PDFs, keine uneinheitliche Markendarstellung.

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Erstellen Sie dynamische Brand Guidelines mit Bynder

CX for User Community von Bynder hilft Marken dabei, dynamische Brand Guidelines mit rollenbasierten Zugriffsrechten zu erstellen und sie regelmäßig zu aktualisieren. Die jeweils zuständigen Teams können die Richtlinien je nach Bedarf einsehen, nutzen oder aktualisieren. Alle anderen erhalten eine übersichtliche Leseansicht der aktuell freigegebenen Version.

Außerdem können Unternehmen individuelle Content-Portale für verschiedene Zielgruppen erstellen. So erhalten Mitarbeiter, Partner und Händler genau die Inhalte, die sie für ihre jeweilige Rolle benötigen. Berechtigungsbasierte Zugriffe, individuelle Links und ein Passwortschutz sorgen dafür, dass Assets auch bei der Zusammenarbeit mit externen Partnern sicher bleiben.

Mit den automatisierten Branding-Funktionen von Bynder müssen Teams die Markenkonsistenz weniger manuell überwachen und können sich stattdessen auf die Erstellung wirkungsvoller Inhalte konzentrieren.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Brand Guidelines und Brand Identity?

Die Brand Identity (oder auch Markenidentität) umfasst alle visuellen und sprachlichen Elemente, die eine Marke ausmachen: Logo, Farben, Typografie und Markenstimme. Brand Guidelines legen fest, wie diese Elemente konsistent eingesetzt werden. Vereinfacht gesagt: Die Brand Identity beschreibt das Was und Brand Guidelines das Wie. Ohne klare Richtlinien wird selbst eine starke Markenidentität über verschiedene Kanäle, Teams und Tools hinweg uneinheitlich umgesetzt.

Was ist der Unterschied zwischen Brand Guidelines und einem Styleguide?

Brand Guidelines beschreiben das gesamte Markensystem. Sie umfassen unter anderem die visuelle und sprachliche Markenidentität, Markenwerte, Gestaltungsrichtlinien sowie Vorgaben für die einheitliche Nutzung der Marke. Ein Styleguide ist enger gefasst und konzentriert sich auf die sprachliche Gestaltung. Er enthält Regeln zu Grammatik, Zeichensetzung, Terminologie und redaktionellen Konventionen. Viele Unternehmen integrieren ihren Styleguide in ihre Brand Guidelines.

Was passiert, wenn ein Unternehmen keine Brand Guidelines hat?

Teams treffen ihre eigenen Entscheidungen. Diese Entscheidungen fallen unterschiedlich aus. Im Laufe der Zeit präsentiert sich die Marke über verschiedene Kanäle, Märkte und Teams hinweg unterschiedlich. Die Wiedererkennbarkeit lässt nach, das Vertrauen schwindet. Und das Risiko von markenfremden oder nicht konformen Inhalten, auch aus KI-generierten Quellen, steigt erheblich.

Was ist der Unterschied zwischen statischen und dynamischen Brand Guidelines?

Statische Brand Guidelines, etwa als PDF oder gedrucktes Dokument, lassen sich zwar einfach erstellen, sind jedoch aufwendig zu pflegen. Sie veralten schnell und landen häufig in Ordnern, auf die kaum noch jemand zugreift. Dynamische Brand Guidelines sind online verfügbar und werden zentral aktualisiert. Änderungen stehen allen Beteiligten sofort zur Verfügung, ohne Versionskonflikte oder veraltete Dokumente. Sie lassen sich einfach per Link teilen und sorgen dafür, dass Teams jederzeit mit den aktuellen Richtlinien arbeiten.

Wie häufig sollten Brand Guidelines aktualisiert werden?

Mindestens einmal pro Jahr, bei dynamischen Marken idealerweise quartalsweise. Spätestens bei größeren Veränderungen wie einem Marken-Relaunch, der Einführung neuer Kommunikationskanäle oder einer Anpassung der Markenbotschaften sollten die Brand Guidelines überprüft und aktualisiert werden. Auch Richtlinien für den Einsatz von KI sollten regelmäßig angepasst werden, da sich Technologien und Best Practices kontinuierlich weiterentwickeln.

Wie passen KI-Richtlinien in Brand Guidelines?

KI-Richtlinien ergänzen Brand Guidelines um klare Vorgaben für den Einsatz generativer KI. Sie definieren beispielsweise empfohlene Prompt-Strukturen, Anforderungen an Tonalität und visuellen Stil sowie Regeln dafür, welche Inhalte KI erstellen darf und welche nicht. Außerdem legen sie fest, wann KI-generierte Inhalte vor der Veröffentlichung von Mitarbeitern überprüft und freigegeben werden müssen.

Welche Fehler sollten Sie bei Brand Guidelines vermeiden?

Zu den häufigsten Fehlern gehören zu allgemeine oder zu starre Richtlinien, die sich im Arbeitsalltag nur schwer anwenden lassen. Ebenso problematisch sind veraltete Dokumente, fehlende Praxisbeispiele und unklare Vorgaben für KI-generierte Inhalte. Richtlinien, die niemand findet oder versteht, werden nicht befolgt - ganz gleich, wie gut sie formuliert sind.

Wer ist für die Erstellung von Brand Guidelines verantwortlich?

In der Regel werden Brand Guidelines von Brand-, Marketing- oder Kreativteams erstellt, häufig unter der Leitung eines Brand Directors oder Chief Marketing Officers (CMO). Wirksame Brand Guidelines entstehen funktionsübergreifend und berücksichtigen Beiträge aus Bereichen wie Produkt, Recht und Unternehmensführung. Nach ihrer Erstellung werden sie gemeinschaftlich gepflegt und in der Regel zentral in einer DAM-Plattform verwaltet, damit sie aktuell und für alle Beteiligten leicht zugänglich bleiben.